Ergebnisse einer Projektarbeit im Rahmen der Ausbildung zum Erzieher an einer Fachschule für Sozialpädagogik in Köln unter Leitung von Johannes Obergfell:
Erarbeitung eines Märchenstücks für Kindergartenkinder
Abenteuer im Märchenwald
Es war so ziemlich genau 15 Jahre her, dass ich ein Märchenstück mit den mir anvertrauten angehenden Erziehern als Personentheater in Szene setzte. Damals war es Schneewittchen, nur von Männern gespielt.
Das diesjährige Thema stammte von der Klasse selbst, ebenso auch die Idee, verschiedene Märchenfiguren ein Abenteuer in einem Märchenwald erleb zu lassen.
Das Know-how , wie was und warum an welcher Stelle sein sollte, wie man etwas spielen muss oder soll, um Kinder "gefangen" zu nehmen bzw. in den Bann zu ziehen (also Drehbuch und Regie) trug ich zu diesem Stück bei. Gemeinsam wurde praktisch mit nichts ein sehr schönes und wirklich tolles Theaterstück inklusive der Kulissen (aus Abfall!!!) produziert.
Von der Vorbereitung, die ich permanent mit der Videokamera begleitete, damit alle selbst sehen konnten, wie sie selbst und wo sie etwas verbessern konnten, sollen die folgenden Bilder einen Eindruck geben.
Symbolisch für den Märchenwald. Diese Dekoration entstand in nicht ganz zwei Unterrichtstagen: Rückwände aus altem Möbel, Stangen alter Schulkarten, Pappkarton und alte Kleiderablagen sowie Farbe Schrauben und Kreppband. genügen. |
Kleckse drauf und verpinseln - das war 's. |
Per Proki werden die Konturen der Zwerge auf die herausgeschlagene Rückwand eines vor sich hin gammelndes Schrankes aus unserm abbruchreifen Gebäudetrakt übertragen. |
Mit der Stichsäge ausgesägt, abgeschliffen und dann bemalen. |
Mit viel Spaß und Freude wird gemalt, geklebt, geschraubt und improvisiert, was das Zeug hält. |
Da ich selbst eine recht ruhige Hand habe, wird die Hilfe beim Konturieren gerne angenommen. Also darf ich auch mal malen. |
Seppl war der erste fertige Zwerg. Die 3-D-Lichteffekte mit weißer Farbe aufzutragen oder Feinheiten in der Formgebung, das überließen allenthalben manche besser mir. | Nur dreimal konnten wir richtig proben. Zig Stundenplanänderungen erlaubten nahezu kaum ein vernünftiges Planen, alle Nase lang kam was dazwischen. Da unsere Aula in der Regel zu all den Unwägbarkeiten als Klassenarbeitsraum dient, ging es bei der ersten Probe wortwörtlich über Tische und Bänke. Die Aufführung sollte nämlich nicht auf der Bühne, sondern mitten zwischen den Kindern stattfinden. Hautnah. Und ich habe da viele Ideen gehabt. Die Kinder müssen als aktive Zuschauer in das Geschehen mit eingebunden werden. Alles muss eine Spannungskurve haben, das Ende gut sein, die Szenen mit "action" angereichert und von passender Musik untermalt sein und immer muss dreimal gerufen werden und und ...
Aber diese Klasse lässt sich ja fordern (und fördern) und hat alles meisterlich zuwege gebracht.
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Meine Idee, dass Geppetto die Marionette Pinocchio zu einer Musik aus einem Stummfilm tanzen lässt, sollte sich als Renner erweisen |
genauso wie der gestiefelte Kater vormacht, wie er mit dem Degen alle seine Gegener niedermacht (fiktiv). |
Hans Im Glück sieh noch nachdenklich aus. Erst nach dem Theater fiel mir die passende "action" ein. Aber egal, es war halt ein etwas ruhigerer Auftritt. |
Nur das Finale spielt auf der Bühne in den Hallen des Zaugberers. Da wurden unter viel Getöse mit Nebelschwaden untermalt unter Blitzlicht und Schwarzlicht die Nüsse zu goldenen Wunschnüssen verwandelt.
Das Bühnenbild im Hintergrund stammte noch von Schneewittchen. |
Bei der Kostümprobe durfte es Frau Holle schneien lassen. In der Uraufführung schüttete sie den Sack komplett über Björn - nur der hatte absolut keine Ahnung. Die Absprache hatte Frau Holle klammheimlich mit mir gemacht. Das gab ein Riesengelächter bei den Kindern. | Hier geht es |
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Letzte Aktualisierung: 25.09.10 10:03 - © Johannes Obergfell - Impressum